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Klosterferien in Alcùdia

27. Januar 2011
Das absolute „Kuschel-Kloster“ für SIE, oder SIE und SIE
Die Ermita La Victoria liegt auf der Halbinsel von Alcudia, ganz im Norden Mallorcas, in idyllischer, unberührter Berglandschaft. Weit ab vom Massentourismus, in privilegierter Lage, hat man von der Ermita aus einen zauberhaften Ausblick auf das ‚Cap de Formentor‘ und die Bucht von Puerto Pollenca. Es ist ein idealer Ort um zur Ruhe zu kommen. Neben kleineren Spaziergängen kann man von hier aus eine Menge Exkursionen unternehmen (zu Fuß, mit dem Mountain Bike oder mit dem Mietwagen). Unweit der Ermita (ca. 500 m talwärts) befindet sich der kleine Strand von S‘ Illot. Diese schöne verschwiegene Badebucht wird nur von wenigen Besuchern der Halbinsel genutzt.

Geschichte der Ermita La Victoria:

Der massive Barockbau ist im 14. Jahrhundert errichtet worden und wurde um 1700 aufwendig restauriert. Der erste Eremit hieß Diego und genoss den Ruf eines besonders fähigen Alchimisten. König Alfons V. von Katalonien ließ sich daraufhin das Wasser aus dieser Einsiedelei liefern, weil es „alle nicht tot bringenden Krankheiten heilen konnte“. Verehrt wird hier eine gotische Marienfigur, die Jungfrau von La Victoria. Diese wurde der Sage nach von einem Hirten im 13. Jahrhundert dort gefunden. Karmeliter errichteten ihr eine Kapelle. 1551 nahmen arabische Piratenschiffe Kurs auf Mallorca, raubten, mordeten und nahmen die kleine Madonnen Statue mit. Der Verlust und die Trauer waren groß, doch siehe da, am nächsten Tag Stand die Figur wieder wie gewohnt an ihrem Platz in der Kirche. Sieben Jahre später wurde die Madonna erneut von Piraten geraubt. Diesmal dauerte es Jahre; aber wieder kehrte sie heim. Weil seitdem niemals wieder Seeräuber den Ort heimgesucht haben, nennt man die kleine Madonnen Statue auch ‚Muttergottes des Sieges‘.
Unterkunft und Verpflegung:
Die Wallfahrtskirche mit dem gotischen Bild der Virgen de la Victoria befindet sich gleich neben der Einsiedelei. Ein mit Natursteinen gepflasterter Vorhof und majestätische Pinien laden zum Verweilen und Entspannen ein. Aus den einstigen kargen Klosterzellen der Einsiedelei sind 12 komfortable, geschmackvoll eingerichtete Gästezimmer entstanden. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad und eine Zentralheizung. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht und auf Komfort nicht verzichten möchte, wohnt hier richtig.
Es besteht die Möglichkeit der Selbstverpflegung bzw. Vollkomfort-Betreuung (V.I.P.). Auf dem gepflegten Gelände gibt es ein Restaurant mit herrlicher Terrasse und Meerblick. Hier wird neben einer guten mallorquinischen Küche die hausgemachte Paella als besondere Spezialität angeboten.
Gästebetreuung:
In der Ermita selbst leben leider keine Geistlichen mehr. Auf Wunsch kann jedoch seelsorgerische Betreuung/Coaching organisiert werden; so z.B. durch die Deutschen Ordensschwestern im nahe gelegenen Cala Rajada oder durch das Centro Aegidios direkt vor Ort.

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Das „andere“ Mallorca

27. Januar 2011


Mallorca ist im Allgemeinen bekannt als die „Lieblingsinsel der Deutschen“ und obwohl in einigen, ganz wenigen und eng begrenzten Bereichen der Spaß-Faktor gelegentlich recht hoch gehalten wird, strebt man hier doch nicht an, das 17. Bundesland der BRD zu werden.

Die Baleareninsel verfügt sehr wohl über eine hoch entwickelte und wirtschaftsstarke Infrastruktur, sowie führende Forschungs- und Produktionsstandorte auf den Gebieten des Hightec, der Farma- und der Elektronikindustrie; so dass der Tourismus nur einen Zweig, wenn auch einen maßgeblichen am Wirtschaftsstandort Mallorca ausmacht.
Davon beflügelt werden natürlich eine Vielzahl anderer Bereiche der Produktion und Konsumtion, wie die Lebensmittel-, die Automobil- und die Bau-Branchen.
Deshalb wäre die deutsche Wunschvorstellung, Mallorca möge das 17. Bundesland sein, schon aus ökonomischen Ewägungen gerechtfertigt.
Aber auch wenn es alljährlich viele, sehr viele Touristen aus Deutschland zu aller erst ferienhalber auf die Balearen verschlägt, bedeutet das nicht, dass sie die größte oder gar die einzige Besuchergruppe Mallorca’s ausmacht. Die Nachbarn aus Österreich, der Schweiz und dem Be-Ne-Lux, sind ebenso zahlreich vertreten; was sicherlich auch die Präsenz der deutschen Sprache auf der Insel zu verstärken scheint.
Aber neben den vielzähligen Briten und Skandinaviern, haben sich traditioneller Weise auch die Italiener, Franzosen und Portugiesen hier niedergelassen, was gerade bei den Letzteren dadurch vereinfacht wird, dass in einigen ihrer Landstriche ebenfalls noch Katalanisch gesprochen wird und ansonsten die romanischen Sprachen kompatibler zu sein scheinen, als die germanischen.
Zunehmend landen nun auch Feriengastströme aus dem osteuropäischen Raum (sehr beliebt wegen der Sprachverwandschaft auch bei den Rumänen), aus den Weiten Russlands und China, sowie den USA (schließlich wurde Kalifornien von den Mallorquinern missioniert und gegründet).
Unzählige Einwanderer treibt es (oftmals nur vorübergehend und ebenfalls traditionell) aus den Staaten Lateinamerikas und Nordafrikas nach Mallorca, was ihnen zumeist durch das Beherrschen der spanischen Sprache, ihren Fleiß und ihre große Gelehrsamkeit ermöglicht wird.
Diese sind es dann auch zumeist, die neben den Saisonkräften vom spanischen Festland, oftmals aus Katalonien, in der Tourismusbranche ihre Dinstbarkeiten anbieten; weshalb sich aufmerksame Touristen gelegentlich fragenob dort keine Mallorquiner arbeiten? Gelegentlich schon, aber nicht überwiegend.
Und wenn, dann zumeist als Stand- oder Restaurantbesitzer (wie z.B. vom „Bierkönig“ oder vom „Oberbayern“), oder als Sub-Unternehmer für den Gartenbau, die Poolpflege und Hausmeistertätigkeiten.
Sie haben, wie bereits oben geschildert, ihre eigene inselweite und ganzjährige Infrastruktur, die nicht nur an den Tourismus geknüpft ist: wie anderenorts auch (vom Lehrer in der Schule, bis zum Bankangestellten und Briefträger u.v.a.m.).
Das sehen die meisten vorübergehenden Gäste Mallorcas nicht und oftmals meinen sie lautstark: die Insel sei „nur von ihnen abhängig, weil sie schließlich ihr Geld dorthin brächten“ und so benehmen sich viele dann leider auch. Worin die Motive der zuvorderst deutschen Medien begründet sind, derartigen Unfug unter das Dummvolk zu streuen und zu schüren, bleibt dabei im Verborgenen.
Zum Glück gehört den wahrhaftigen Mallorca-Liebhabern, egal wo sie herkommen oder residieren, der weitaus größere und schönere Teil der Insel, abseits des „Ballermann“ und der anderen Hochburgen des Massentourismus… eben, das „andere“ Mallorca.
Wohin gegen dieses „andere“ Mallorca, wie man es heute zu nennen pflegt, das eigentliche Mallorca ist!

Zur „SchreibWerkStatt“:

16. Oktober 2010

Willkommen bei Diego Costello ...

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